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Es war einmal....

Die Gründung

Es waren einmal 19 junge Burschen aus Gefrees und Umgebung, die sich am 10. Januar 1956 in der Gastwirtschaft Hoffmann in Böseneck trafen, um eine Landjugendgruppe zu gründen.

Die erste Versammlung: Zur ersten Mitgliederversammlung am 27. Januar 1956 fanden sich bereits 40 Personen in der Gastwirtschaft Jahreis in Metzlesreuth ein, darunter sieben Mädchen. Unter anderm beschloß man, eine Theater- und eine Volkstanzgruppe zu gründen, mit denen man in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen wollte. Durch die Besuche benachbarter Vereine und die Durchführung von Tanzabenden wurde die Gruppe schnell bekannt. Der Mitgliederstand stieg während dieser Zeit auf stattliche Fünfzig.

Unsere Fahne: Zum Erntedankfest 1963 fand die Weihe der neu angeschafften Fahne des Kreisverbandes Münchberg statt. Mit dem Fahnenspruch “Wir wollen freie Bauern auf freier Scholle sein” formulierte man die Interessen in dieser Zeit treffend. Die Patenschaft übernahm der Kreisverband Coburg Land.

Der Wandel

Von 1970 bis 1972 trat ein unerwarteter Stillstand ein. Mit der Gebietsreform 1972 wurde die Gruppe dem Bayreuther Kreisverband zugeteilt, dem damals 13 Gruppen angehörten. Da in Bayreuth allgemein eine sehr starke Gruppenarbeit betrieben wurde, machte man sich Gedanken um die Gefreeser Landjugend. Durch weitere Gruppenbildung in der näheren Umgebung hatte die damals schwache Gruppe Schwierigkeiten, im starken Kreisverband Bayreuth mitzukonkurrieren. Durch Neuzugänge und rege Gruppenarbeit, unterstützt durch den Kreisvorstand Kauper und den Bildungsreferenten Schiller, faßte die Gruppe wieder Fuß. In dieser Zeit vollzog sich auch ein Wandel in der Gruppe. Zu der ersten rein bäuerlichen Jugendgruppe kamen Jugendliche aus anderen Berufen dazu. Damit änderten sich auch die Ziele zugunsten gesellschaftlicher Interessen. Ziel wurde es, den Jugendlichen einen inneren Halt zu geben und den Heranwachsenden eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Ebenso wurde die allwöchentliche Zusammenkunft am Freitag zur Selbstverständlichkeit.

Unsere Tracht

In den Wintermonaten 1987 waren wir mit der Anschaffung unserer neuen Tracht beschäftigt; schließlich sollte sie im Frühjahr bei den ersten Veranstaltungen gezeigt werden. Zum Pfingstfest am 21. Mai 1988 in Metzlersreuth war es dann soweit: Arbeit und Streß waren vergessen - jeder bewunderte unsere schöne Tracht. 1995 erweiterten wir unsere Tracht mit neu angeschaften Jacken für unsere Mädchen.

Die Volkstanzgruppe: Im November 1981 erfolgte die Neugründung der Volkstanzgruppe. Durch die Unterstützung des Trachtenvereines Weißenstadt konnte unser erster Tanz, die Sternpolka, erfolgreich einstudiert werden. In Zusammenarbeit mit der Jugendgruppe des Bischofsgrüner Fichelgebirgsvereines und des Trachtenvereines Goldmühl konnte das Volkstanzangebot durch zahlreiche neue Tänze erweitert werden. Als Resultat konnten wir uns 1982 zur Metzlersreuther Kerwa zum ersten Mal in unserer Tracht der Öffentlichkeit vorstellen. Seit Herbst 1984 wird die Tanzgruppe von einem Musikanten unterstützt. Zum Bezirkslandjugendtag in Kulmbach im Mai 1985 beteiligten sich die Tänzer zum ersten Mal an einem Wettbewerb. Doch aller Anfang ist schwer, und nach der Siegerehrung hatten wir zumindest die Hoffnung, daß es nicht mehr schlechter werden könnte.
Im Nachhinein folgten zahlreiche Auftritte bei heimischen Vereinen. Durch die neugegründete Volkstanzgruppe wurde der Zusammenhalt innerhalb des Vereines gefestigt. Die Freundschaft mit dem Fichtelgebirgsverein Gefrees konnte durch zahlreiche Besuche vertieft werden.

Unsere Erfolge

Beim Bezirkslandjugendtag in Rödental stand der Volkstanzwettbewerb in unserem Interesse. Ein tolles Publikum, das bei unserem Auftritt mitklatschte, mobilisierte beim Karuselltanz noch einmal unsere letzten Reserven. Und es hatte sich gelohnt: mit einem vorher nie erwarteten 1. Platz konnten wir unseren ersten offiziellen Titel erringen.
Der Landeslandjugendtag fand am 2. September 1988 in Nürnberg statt. Als Bezirkssieger war die Teilnahme am Volkstanzwettbewerb natürlich Pflicht. Unser Auftritt - kurz vor Mitternacht - klappte vorzüglich und wir fuhren erst einmal erleichtert nach Hause. Bei der Siegerehrung am Tag darauf gab es dann doch eine Überraschung: damit hatte wir nicht gerechnet - wir wurden Bayerischer Landessieger!
Das Tüpfelchen auf dem “i” setzten wir zum Erntedankfest 1988 in Bayreuth, wo wir uns gegen acht Gruppen durchsetzen konnten.

Beim Erntedankfest 1995 des Landjugend-Kreisverbandes konnten wir neben dem 3. Platz im Volkstanzwettbewerb einen etwas ungewöhnlichen Erfolg erzielen. Beim "Menschenstapeln" in einem alten Fiat 127 erquetschten wir uns den 1. Platz; wir brachten 22 Personen in  das Auto.

 

 

Ebenfalls immer hervorragend plaziert sind wir beim Kochwettbewerb, Erntekronenbinden und bei der Kreisrally, bei der es nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf die Ortskenntnisse und das Wissen der Fahrzeuginsassen ankommt.

Und sonst?

Man kennt uns: Im Januar 1990 fuhren unsere Volkstänzer auf Einladung des Landkreises Bayreuth zur Grünen Woche nach Berlin. Mit unseren Auftritten begeisterten wir das Berliner Publikum und kamen damit sogar ins Fernsehen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch am 25. und 26. September 1991 beim damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker in der Villa Hammerschmidt. Mit der “Sternpolka” und dem “Sprötzer Achterrüm” begeisterte die Volkstanzgruppe das Staatsoberhaupt. Nach einem kurzen Plausch mit ihm fuhren wir zum Marktplatz, wo wir die Bonner Bevölkerung begeisterten.

Freundschaften knüpfen: Im Juni 1990 beherbergten wir eine Austauschgruppe aus Österreich. Nachdem wir ihnen unsere schöne Heimat gezeigt hatten, fand ein Begegungsabend mit Grillen statt. Den Gegenbesuch starteten wir schon im darauffolgenden Herbst.

Wir helfen anderen: 1976 besuchten wir auf Anregung zweier Mädchen unserer Gruppe die Pflegeanstalten in Himmelkron. Während eines Gruppenabends berichteten beide von einem tauben Mädchen, das so nicht in der Lage sei, sprechen zu lernen. Spontan spendete die Gruppe einen größeren Geldbetrag zur Anschaffung eines Hörgerätes. Seit 1987 sammeln wir jährlich nach Weihnachten die Christbäume in Gefrees ein. Die Spenden daraus werden der deutschen Kinderkrebshilfe übergeben.

Auch nicht schlecht: Um sich von den Strapazen der zurückliegenden Arbeit zu erholen, findet alljährlich ein Gruppenausflug statt. Er führte uns in den letzten Jahren nach Ungarn, Jugoslawien, Italien Österreich und den verschiedensten Orten in Deutschland. Die Lehrfahrt im Sommer 1992 sollte eigentlich nach Südfrankreich gehen. Als wir ankamen, waren wir jedoch plötzlich in Italien. Nach anfänglicher Verwirrung hatten wir letztendlich viel Spaß, gingen ans Meer, machten allerhand Partys und Besichtigungen. Nach sechs erlebnisreichen Tagen traten wir schweren Herzens die Heimreise an.